Hilfe am Himmel

Rogers-O'Brien spart mit Drohnenaufnahmen Geld und erhöht die Sicherheit der Mitarbeiter
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Drohnen, Drohnen und noch mehr Drohnen. Mit der Verbreitung unbemannter Luftfahrzeuge nimmt auch deren Verwendung in der Baubranche als wertvolles Werkzeug auf Baustellen zu. Laut Christopher Grillo von Drone Base „steht der Bausektor bei der Einführung von Drohnen an erster Stelle und verzeichnete im letzten Jahr eine Steigerung der Nutzung um 239 %“.

Während die Branche sich weiterhin mit dem Wert von Drohnen für die Baustelle befasst, erkunden viele Unternehmen die praktischen Möglichkeiten. Der in Texas ansässige Generalunternehmer Rogers-O’Brien war ein früher Anwender der Drohnentechnologie – damals noch unter der Leitung von Todd Wynne und Joe Williams, jetzt Vizepräsidenten von Bluebeam.

„Als ich zu Rogers-O’Brien kam, war dort bereits ein ziemlich umfangreiches Drohnenprogramm im Einsatz“, erklärt James Holmes, VDC-Spezialist bei Rogers-O’Brien. „Joe und Todd hatten phänomenale Arbeit geleistet und dieser Technologie einen starken Impuls verliehen. Zum Glück haben wir eine sehr zukunftsorientierte Führungsebene, die uns bei der Erledigung unserer Arbeit keine Steine in den Weg legt. Vielmehr ermutigt man uns bei jeder Gelegenheit, neue Lösungen zu finden.“

Diese Lösungen haben Rogers-O’Brien geholfen, einen Mehrwert beim Einsatz von Drohnen zu erkennen. „Zusätzlich zur Baustellenlogistik haben wir damit begonnen, sie auch für die Qualitätskontrolle und die Überprüfung der Arbeit vor Ort einzusetzen“, berichtet Holmes.

Reduzierung kostspieliger Nacharbeiten

Die Reduzierung von Nacharbeiten war ein Nebenprodukt der Arbeitsüberprüfung, wobei Drohnen dem Unternehmen geholfen haben, einige potenziell teure Probleme zu vermeiden. Beim Bau eines Rechenzentrums hat sich der Drohneneinsatz bei einem Betonguss bewährt.

„Wir hatten die eingemessene Platte gegossen und eine ganze Reihe von Sanitäraussparungen in den Bürobereichen und einige weitere für aufbereitetes Wasser vorgesehen“, erklärt Holmes. „Aber aus welchem Grund auch immer wurden die entsprechenden Stutzen vor dem Betonieren zu kurz geschnitten. Dies wurde nicht erkannt. Also wurden sie mit Beton bedeckt und die Subunternehmer wussten nicht, wo sie waren.“

Glücklicherweise lieferten unsere Drohnenaufnahmen die Antwort. „Zuvor hatten wir die Drohne zwei- bis dreimal pro Woche über dieses Projekt geflogen. Diese Bilder konnten wir dann analysieren und jede einzelne Aussparung aufspüren. Mit einem Hammer konnte das Team dann auf die Baustelle gehen und die mit Beton bedeckten Stutzen freilegen. So konnten wir tatsächlich alle finden und den Fehler ohne großen Aufwand beheben.“

Eine ähnliche Situation erlebte Rogers-O’Brien bei einem 19-stöckigen Studentenwohnheim einer großen Universität. „Wir hatten alle Manschetten für einen Betonierabschnitt platziert. Wir ließen die Drohne darüber fliegen und überlagerten dann die Aufnahmen mit den Bauplänen“, erzählt Holmes.

„Wir stellten fest, dass wir acht Manschetten hatten, die alle in einer Wand sein sollten, aber einfach an der falschen Stelle platziert waren. Jemand hatte wohl etwas falsch abgelesen oder die Position von der falschen Kontrolllinie abgeleitet. In jedem Fall waren diese Manschetten an der falschen Stelle.“

„Es handelte sich um einen Hochhausbau. Somit war alles Nachspannbeton, wobei die Manschetten zu beiden Seiten einiger Nachspannseile lagen. Es wäre also sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich gewesen, an die ursprünglich angedachte Stelle zu gehen, den Beton auszubohren und die Manschetten korrekt zu platzieren. Für diese Verlagerung hätten wir mit größerem Aufwand die Koordinierung der Sanitärarbeiten überarbeiten müssen.“

Durch Chancen Geld sparen

Drohnen haben sich für Rogers-O’Brien nicht nur durch die Reduzierung von Nacharbeiten als wertvoll erwiesen. Sie haben auch dazu beigetragen, dass das Unternehmen verpasste Chancen nutzen und bares Geld sparen konnte. Ein Projekt erforderte den Aushub eines sehr großen Leitungsgrabens, der etwa 3 m tief und 6 m breit war. Nach dem Ausheben des Grabens wurden die Versorgungsleitungen mit ausreichend Platz installiert.

„Nachdem die benötigten Versorgungsleitungen gelegt waren, betrachteten wir die Luftbilder und stellten fest, dass dort genug Platz für eine weitere Versorgungsleitung war. Somit konnten wir auf den Aushub eines separaten Grabens verzichten. Das Team konnte die Versorgungsleitung einfach parallel zum anderen System verlegen“, erinnert sich Holmes. Durch den Wegfall eines separaten Grabens und der Installation sparte das Unternehmen rund 600.000 US-Dollar. „Auch in diesem Fall waren die Luftaufnahmen sehr hilfreich.“

Sicherheit der Mitarbeiter

Die Vielseitigkeit der Drohnen macht sie auch zu einem großartigen Werkzeug, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit der Handwerker und des Personals auf der Baustelle zu erhöhen. Ein Beispiel dafür sind Inspektionen von Hochhausprojekten.

„Wir haben mindestens vier oder fünf Inspektionen durchgeführt, die wahrscheinlich die Installation von Arbeitsbühnen und den Einsatz von Höhenarbeitern 90 m über der Innenstadt von Austin bedeutet hätten – und das nur, um einige kleine Kontrollen vorzunehmen“, sagt Holmes. „Stattdessen schnappen wir uns einfach eine Drohne und haben 10 min später sehr hochauflösende Bilder, die wir an alle Projektbeteiligten, externe Berater sowie unsere internen Risikomanagementexperten weitergeben können.“

„Die können das alles schnell überprüfen und mit Markups versehen. Und wenn wir dann doch mal rausgehen und eine Reparatur durchführen müssen, ist es zumindest eine schnelle Angelegenheit. Das ist weitaus praktischer, als die Arbeitsbühne für eine Inspektion einzurichten und sie dann für mehrere Wochen, vielleicht mehrere Monate an Ort und Stelle zu lassen, während wir an einer Lösung arbeiten, oder sie erneut zu positionieren.“

Auch Automatisierung und Sicherheit werden zu Aspekten des Baustellenfortschritts, die von Drohnen profitieren. In dieser Hinsicht sieht Holmes Drohnen in keiner Weise als Jobkiller, sondern glaubt, dass sie einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit leisten können.

„Menschen sind großartig. Wir tun eine Menge Dinge, die Computer nicht leisten können. Eine Sache können wir allerdings nicht sehr gut: Erkennen, wo sich eine Drohne befindet, wenn sie 400 m von uns entfernt und 60 m hoch am Himmel ist. Ich habe viel mehr Vertrauen in die Drohne selbst, um herauszufinden, wo sie ist, und um sicherzustellen, dass sie nichts Seltsames tut. Die Automatisierung und die Sicherheit fördern wir so gleichzeitig“, erklärt Holmes.

Drohnen und Bluebeam Revu

Die Verwendung von Bluebeam Revu in Verbindung mit dem Einsatz von Drohnen bietet Rogers-O’Brien einige entscheidende Vorteile und Kontrollmöglichkeiten, um den Einsatz erfolgreich zu machen. „Luftbilder mit Bluebeam ermöglichen es den Projektteams, Baustellenbereiche sehr einfach anzulegen“, sagt Holmes. „Wir arbeiten an mehreren Projekten, die Standortkarten mit unzähligen Bluebeam Markups enthalten.“

Als Teil des Technologie-Stacks von Roger-O’Brien ist Revu zur Lösung der Wahl für die Maximierung von Drohneneinsätzen geworden. Holmes nennt die Verbreitung von Revu in der gesamten Branche als großen Vorteil, um damit von Drohnen gelieferte Ergebnisse zu erzielen. „Alle haben es und alle wissen, wie man es benutzt“, sagt Holmes.

„Drohnenbilder sind fantastisch. Sie bieten großartige Einblicke. Aber erst durch die Einbeziehung von Bluebeam kann die Technologie ihren wahren Wert entfalten. Es handelt sich dann nicht mehr nur um ein paar hübsch aussehende Bilder – es ist etwas, das wir mit genauen Informationen tatsächlich in die Realität umsetzen können.“ – James Holmes, VDC-Spezialist bei Rogers O’Brien

„Was digitale Orthofotos betrifft, arbeiten wir mit einigen Softwareunternehmen zusammen, um eine direkte Integration mit Bluebeam zu erreichen. Die Tatsache, dass PDF-Dateien exportiert werden können, ist definitiv eine große Hilfe. Revu ermöglicht es uns, sehr große Standortkarten zu verwenden, aber überschaubare Dateigrößen beizubehalten.“

„JPEGs, PNGs und alle anderen Bildformate sind super. Allerdings sind sie nicht immer mit iPhones, iPads, verschiedenen Computern oder Webbrowsern kompatibel. PDFs hingegen funktionieren überall ziemlich gut. Die Tatsache, dass Bluebeam so gut mit PDFs funktioniert, ist ein wesentlicher Grund dafür, warum es für die Arbeit mit Drohnen so nützlich ist“, sagt Holmes.