REVUing von 3D-PDFs

So einfach ist die Verwendung von 3D-PDFs in Bluebeam Revu
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Die 3D-Modellierung kommt in der modernen Architektur- und Baubranche sehr häufig zum Einsatz. Durch die Visualisierung komplexer Projektlogistik, Daten und Infrastrukturen ist diese Form der digitalen Projektdarstellung zu einer unverzichtbaren Voraussetzung für die Koordination geworden. Für einige Bauherren ist sie mittlerweile sogar der Standard. Diese visuellen Darstellungen können aus sämtlichen Perspektiven für aufschlussreiche Einblicke in das Projekte sorgen und nützliche Daten für die Projektpartner liefern.

Wussten Sie, dass diese Modelle jetzt ohne Datenverlust in kleinere, weitaus leichter zu handhabende PDF-Dateien aufgeteilt werden können? Der Schlüssel zum Erfolg besteht laut Chris Lindo, Anwendungsspezialist für CADD Microsystems, dabei im Einsatz von Bluebeam Revu. „3D-PDFs stellen ein Modell grafisch dar“, so Lindo. „Sie sorgen für einen visuellen Eindruck eines Modells in einem kompatibleren Dateiformat.“

Dos and Don’ts für 3D-PDFs:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr 3D-PDF nicht zu groß wird. Deaktivieren Sie Elemente, die Sie nicht im 3D-Modus überprüfen oder weitergeben müssen. Besonders Möbel und Armaturen sorgen dafür, dass eine Datei extrem groß wird.
  • Packen Sie nicht alles in ein 3D-PDF. Versuchen Sie nicht, ein gesamtes Modell in ein einziges 3D-PDF zu exportieren, sondern bearbeiten Sie die Gebäudekomponenten lieber separat.
  • Exportieren Sie Ihre BIM-Daten. Auf diese Weise bleiben Ihre Modelldaten intakt (selbst COBie).
  • Benennen Sie die Ansichten und Komponenten, damit sie einfacher bearbeitet werden können.
  • Verwalten Sie die Ansichten, indem Sie benutzerdefinierte Blickpunkte erstellen. Verwenden Sie die Registerkarte „3D-Modellansicht“, um nach Modellelementen zu suchen. Die Modellanzeige hebt bestimmte Elemente hervor, während andere transparent dargestellt werden.

Tipp: „Denken Sie daran, dass Sie Elemente je nach Bedarf später entweder aktivieren oder deaktivieren bzw. ein- oder ausblenden müssen“, rät Lindo. „Auch architektonische und strukturelle Elemente werden exportiert, sofern diese im Modell enthalten sind.“

Dateigrößen und Einschränkungen Die Verwendung

Von 3D-Modellen wird durch zwei Aspekte besonders erschwert: Zum einen werden sie in Konstruktionsprogrammen erstellt und zum anderen bestehen sie aus großen Dateien, deren Handhabung umständlich ist. Konstruktionsprogramme sind teuer und nur ein kleiner Prozentsatz von Mitarbeitern hat die nötige Aus- oder Fortbildung absolviert, um als Endbenutzer kompetent mit dem Programm arbeiten zu können.

Hinzu kommt, dass die Dateien für 3D-Modelle, die in Konstruktionsprogrammen erstellt werden, sehr groß sind. Dies kann dazu führen, dass Endbenutzer die Modelle auf ihren Mobilgeräten oder langsameren Rechnern gar nicht erst verwenden können. „Bluebeam Revu bietet Integrationen für Revit und AutoCAD. Über diese Lösungen können Benutzer Modelle erstellen und diese anschließend in Revu exportieren“, erklärt Lindo. „So können kleinere und handlichere Dateien verwendet werden, die einen visuellen Eindruck ermöglichen und sämtliche Informationen des Modells enthalten.“ Revu lässt sich auch mit Navisworks integrieren, einer Lösung, die häufig von Generalunternehmern für die Koordination eingesetzt wird.

Ansichten und Anpassungsmöglichkeiten

Einer der Vorteile von 3D-Modellen besteht darin, dass sie sich aus sämtlichen Blickwinkeln betrachten lassen und dass dabei benutzerdefinierte Ansichten und Daten für verschiedene Komponenten angezeigt werden können. Das ist auch mit 3D-PDF-Dateien möglich, bestätigt Lindo. „Wir können die Plug-in-Integrationen aus den Konstruktionsprogrammen in Revu verwenden. So sind wir in der Lage, Ansichten zu erstellen, Rendermodi zu ändern, Markups zu erstellen und Prüfungen anzupassen. Das gilt sogar für Genehmigungen von Plänen in 3D-PDFs.“

3D-PDF-Dateien im Einsatz

3D-PDFs können mit Modelldaten und benutzerdefinierten Ansichten erstellt werden. Das sorgt aus verschiedenen Gründen zu einem klaren Vorteil gegenüber 2D-Formaten. Es gibt komplexe Infrastrukturen, die nicht mithilfe einer normalen Zeichnung oder eines Blatt Papiers visualisiert werden können. Diese Strukturen werden jedoch in 3D-PDFs erkannt, die entsprechend gedreht und bearbeitet werden können.

Das ist besonders hilfreich, wenn Systeme und strukturelle Logistik getrennt voneinander betrachtet werden sollen, z. B. bei der HLK-Installation sowie bei Rohrleitungs- oder speziellen Elektroinstallationen, die komplexe Leitungen und bestimmte Positionen für Lüftungseinrichtungen erfordern. Gebäudeeigentümer oder Kunden, denen CAD, Revit oder Navisworks nicht zur Verfügung stehen, können das 3D-PDF als Anschauungsmaterial nutzen, wodurch Fortschrittsupdates, Statusberichte und Informationsanfragen leichter zu bewältigen sind.

Da die PDF-Datei einfach auf dem Tablet angesehen werden kann und keine teure Hardware erforderlich ist, lassen sich die 3D-PDFs auch leichter auf der Baustelle einsetzen: Handwerker sind so in der Lage, wesentliche Anforderungen hinsichtlich Koordination und Installation nachzuvollziehen. „Revu ermöglicht dem Endbenutzer eine effizientere und zugleich einfachere Option, Projekte in 3D einzusehen“, schlussfolgert Lindo. „Ich bin der Meinung, dass es sich um ein wirklich tolles Werkzeug für Projektteams handelt, da Daten intakt bleiben und Ansichten bearbeitet werden können. Zudem ist es leicht zugänglich.“

Chris Lindo ist Anwendungsspezialist für CADD Microsystems, einem Bluebeam Platinum Partner.