Wir stellen vor: Erika Saniano, Senior Financial Planning & Analysis Manager bei Bluebeam

Die ehemalige Bilanzbuchhalterin Erika Saniano befindet sich in einer einzigartigen Position: Sie kann mitbestimmen, wie fast jeder Dollar investiert wird, um das kontinuierliche Wachstum des Technologieunternehmens zu fördern und seinen Mehrwert für die Bauindustrie zu steigern.
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Erika Saniano kann die Zukunft vorhersagen.

Nun ja, nicht ganz. Aber etwa 40 Stunden pro Woche gibt Saniano ihr Bestes, um tief in die Glaskugel zu blicken und herauszufinden, wie die finanzielle Zukunft von Bluebeam dazu beitragen kann, die Ziele des Unternehmens in die Tat umzusetzen.

Als leitende Managerin der Finanzplanung und -analyse (FP&A) ist Saniano zusammen mit ihrem Team dafür verantwortlich, die Lücke zwischen den für das Wachstum des Bautechnologieunternehmens erforderlichen Investitionen und den Finanzprognosen für die nächsten Quartale und das kommende Jahr zu schließen.

Durch diese Funktion befindet sich Saniano in einer einzigartigen Position und weiß, wofür fast jeder Dollar bei dem im kalifornischen Pasadena ansässigen Unternehmen ausgegeben wird – von der Entwicklung über das Produktmarketing bis hin zur IT und dem Kundensupport. Dadurch hat sie auch einen direkten Einblick in alles, woran das Unternehmen im Laufe eines Jahres arbeitet, um seine sich ständig weiterentwickelnde Technologie noch attraktiver für die Baubranche zu machen.

„Im Bereich der Finanzplanung und -analyse versucht man, die Zukunft vorherzusagen. Und dafür braucht man die Hilfe des gesamten Unternehmens“, so Saniano, die in Los Angeles lebt. „Mein Team und ich sprechen mit allen Budgetverantwortlichen. Das sind etwa 65 Mitarbeitende aus allen Abteilungen von Bluebeam. Sie sagen mir, was sie als Budgetverantwortliche anstreben, und ich kann ihnen bei der Ermittlung des Budgets helfen, das sie für die Umsetzung ihrer Pläne benötigen.“

Die Sprache der Zahlen

Sanianos Weg zu einer der führenden Finanzanalystinnen und -planerinnen eines globalen Technologieunternehmens war eher ungewöhnlich. Wäre Saniano bei ihrem ursprünglichen Studiengang geblieben, würde sie jetzt vielleicht im Entwicklerteam von Bluebeam programmieren, anstatt die Finanzen des Unternehmens zu verwalten.

Saniano wuchs in Vernon Hills (Illinois), einem Vorort etwa 40 Meilen (64 km) nördlich von Chicago, auf. Ihre Mutter ist in Mexiko geboren und aufgewachsen, ihr Vater in Japan. Als Kind von zwei Elternteilen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, war die Kommunikation mit Worten für die Familie nicht selbstverständlich. „Wenn es aber um Mathematik ging, lagen wir immer richtig, weil das unsere gemeinsame Sprache war“, erzählt Saniano.

Mathe war für Saniano daher eine Selbstverständlichkeit. „Es gibt immer eine richtige Antwort“, sagt sie. „Wörter oder Absätze können interpretiert werden, aber bei Mathematik hat man entweder recht oder liegt falsch.“

Saniano besuchte die DePaul University im Norden Chicagos, wo sie Mathematik und Informatik studierte. Keines der beiden Fächer war jedoch für ihre spätere Karriere ausschlaggebend. Stattdessen waren es die Gelegenheitsjobs, die Saniano während ihres Studiums an der DePaul University ausübte, die sie auf ihren späteren Karriereweg in der Buchhaltung brachten.

„Ich arbeitete als Rechnungsprüferin in einem Versandhandel, als Rezeptionistin in einem Hotel und als Kassiererin in einem Restaurant“, sagt Saniano. Bei einem dieser Jobs sollte Saniano sich um das Bezahlen einiger Rechnungen kümmern. Danach wurden die Aufgaben in der Buchhaltung immer umfangreicher. Bald nahm Saniano immer mehr einfache Tätigkeiten in der Buchhaltung an und arbeitete sich immer weiter nach oben. Und jedes Mal, wenn sie ganz unten anfing, stieg sie in eine Art Führungsposition auf.

Erika, in der Mitte, mit Kolleginnen von Bluebeam.

Diese Mentalität verhalf Saniano zu Buchhaltungsjobs in einer Vielzahl von Branchen – von Aufträgen bei Allied Business Schools über Clear Channel Radio bis hin zur Restaurantkette Cosi und der Dating-Website eHarmony.

2015 begann Saniano als leitende Buchhalterin bei einem aufstrebenden Technologieunternehmen – Bluebeam. Auch hier begann sie auf einer Stufe, die genau genommen unter der lag, die sie bei ihrer vorherigen Karrierestation erreicht hatte.

„Im Rahmen des Vorstellungsgesprächs unterhielt ich mich mit Rich Lee, dem Gründer des Unternehmens, und er fragte mich, warum ich einen Schritt zurückgehen wolle“, erinnert sich Saniano. „Wenn es um Unternehmen wie dieses geht, schaue ich mir immer gerne die Ausgangslage an. Ich fange auf einer niedrigeren Ebene an und betrachte die bestehende Situation und was sich verbessern lässt. Ich möchte das Unternehmen erst einmal verstehen und mich dann hocharbeiten.“

Sicherung von Chancen

Die Buchhaltung hat Saniano – genau wie die Mathematik in ihrer Kindheit – wegen ihrer Eindeutigkeit gereizt. Es ist eine fakten- und regelbasierte Disziplin. Geld kommt rein und fließt wieder raus. Alles, was in der Buchhaltung passiert, wird genau festgehalten. Außerdem beruht die Disziplin auf festgelegten Prozessen. Von Monat zu Monat, von Quartal zu Quartal und von Jahr zu Jahr gibt es immer wieder die gleichen Abläufe.

Für Saniano bedeutet die Buchhaltung auch Sicherheit. „Als ich jung war, hatte ich stets mehrere Jobs, weil ich immer Angst vor einer unsicheren Zukunft hatte“, sagt Saniano. Hinzu kommt, dass sie auch ihre Eltern im Umgang mit finanziellen Schwierigkeiten beobachtete. „Deshalb dachte ich mir bei meinem Einstieg in die Buchhaltung auch, dass das eine sichere Angelegenheit sein würde.“

Unabhängig von der Leistung eines Unternehmens wird es immer einen Bedarf an Buchhalter:innen geben. „Selbst wenn Unternehmen ihren Betrieb einstellen, sind die Buchhalter die letzten, die gehen“, sagt Saniano. „Und so betrachtete ich das Ganze als sicheren Weg für mich. Seltsamerweise war ich auch noch richtig gut darin. Warum sollte ich also nicht dabei bleiben?“

Wie in ihren früheren Positionen arbeitete sich Saniano als Buchhalterin bei Bluebeam weiter nach oben. Weniger als ein Jahr nach ihrer Einstellung wurde Saniano zur Managerin befördert. Saniano arbeitete zwei weitere Jahre lang erfolgreich in der regelbasierten, routineorientierten Welt der Erfassung von Einnahmen und Ausgaben und half bei der Durchführung der jährlichen Aufsichtsprüfungen für das wachsende Unternehmen, das sich inzwischen im Besitz des deutschen Mischkonzerns Nemetschek Group befand. Dieser Umstand machte die Aufgaben des Teams in der Buchhaltung noch komplexer.

Zeit für Veränderungen

Mit der Zeit wünschte sich Saniano jedoch eine Veränderung. „Ich hatte so lange in der Buchhaltung gearbeitet“, so Saniano. „Ich war nicht wirklich gelangweilt, wollte aber einfach etwas Anderes.“

Glücklicherweise stand Bluebeam kurz vor der Gründung eines neuen Teams für die Finanzplanung. Während die Buchhaltung für die Erfassung von Transaktionen zuständig ist (Geldeingang, Geldausgang), macht die Finanzplanung genau das Gegenteil. „Die Finanzplanung ist zukunftsorientiert“, merkt Saniano an. Sie prognostiziert die künftige finanzielle Leistung eines Unternehmens und plant dementsprechend die Ausgaben für das Jahr.

In einem anderen Unternehmen wäre Saniano vielleicht nie für eine Stelle in der Finanzabteilung in Betracht gezogen worden. Buchhaltung und Finanzen sind zwar miteinander verwandt, werden aber von den darin arbeitenden Menschen als völlig separate und unterschiedliche Disziplinen betrachtet, berichtet sie. Die Bereiche erfordern heutzutage unterschiedliche Abschlüsse und Berufserfahrungen, weshalb ein Wechsel von einem in den anderen Bereich äußerst ungewöhnlich ist.

Als Bluebeam von Sanianos Interesse an einem Wechsel hörte, gab man nicht viel auf solche Konventionen und gab ihr eine Chance im neu aufgestellten FP&A-Team. Und genau wie bei ihren früheren Jobs in der Buchhaltung begann Saniano auch diesmal auf einer niedrigeren Ebene und arbeitete sich nach oben.

Die Tatsache, dass Bluebeam ihr diese Möglichkeit überhaupt einräumte, spricht laut Saniano für den menschenfreundlichen Charakter des Unternehmens – wiederum ein wesentlicher Grund, warum sie so lange bei Bluebeam beschäftigt ist.

„Ich habe das Gefühl, dass alle wissen, dass Bluebeam großartig ist“, meint Saniano. „Aber oft kennen sie die Hintergründe nicht. Es gibt Möglichkeiten für Rollenwechsel und zum Ausprobieren von etwas Neuem. Und das ist wirklich eine Seltenheit. Ich bin sehr froh darüber, dass ich hier bei Bluebeam die Gelegenheit dazu bekommen habe.“

Heute lebt Saniano in einer Welt, die das komplette Gegenteil von ihrer ursprünglichen beruflichen Umgebung ist. Obwohl es immer noch Routinen und Regeln rund um Budgets, Berichte und Planungen gibt, ist die Arbeit in der FP&A-Abteilung viel differenzierter und kreativer.

Saniano verbringt ihre Zeit nicht mehr damit, alleine in ihrem Büro Ein- und Ausgaben zu erfassen. Stattdessen tauscht sie sich weltweit mit den verschiedenen Führungskräften von Bluebeam aus, hört sich ihre Ziele an und hilft ihnen bei der Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel, damit deren Teams ihre Arbeit machen und jedes Jahr zum weiteren Wachstum des Unternehmens beitragen können.

Dank dieser Funktion konnte Saniano ihren Geschäftssinn erweitern. Indem sie mit Führungskräften in verschiedenen Geschäftsbereichen interagiert und ihnen beim Erreichen ihrer Ziele hilft, hat sie auch wertvolle Beziehungen zu Kolleg:innen auf der ganzen Welt aufgebaut.

„Ich spreche gerne mit dem Rest des Unternehmens“, sagt Saniano. „Nach meinem Wechsel in die FP&A-Abteilung spreche ich nun mit Führungskräften darüber, wohin wir uns als Unternehmen in Zukunft entwickeln werden. Und diese Gespräche über die Zukunft machen enorm viel Spaß.“

Wir stellen vor: Jannike Reinholdsson, Regionale Marketingmanagerin für Nord- und Osteuropa bei Bluebeam