Die Signature Bridge in Miami

Warum sind digitale Prozesse für den Bau der Signature Bridge von Miami so wichtig?

Das fast 1 Milliarde $ (etwa 850 Millionen €) teure Bauvorhaben, das 2024 fertiggestellt werden soll, wird dank der Technologien von Bluebeam Revu bald als weiteres Highlight die aufregende Innenstadt von Miami schmücken.
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Miami bietet traumhafte Strände, ganzjährig fabelhaftes Wetter, eine lebendige Essens- und Unterhaltungskultur und neben dem langjährigen Ruf der Stadt als internationales Wirtschaftszentrum eine florierende Szene von Tech-Start-ups.

Die Stadt ist außerdem Schauplatz eines der größten Infrastrukturprojekte, die zurzeit in den USA umgesetzt werden: die Umgestaltung des weitläufigen Highway-Systems der Stadt für fast 1 Milliarde $ (ungefähr 850 Millionen €). Das Herzstück des Projekts ist die spektakuläre Signature Bridge, die als weiterer Glanzpunkt Miamis atemberaubende Skyline bereichern soll.

Das Projekt wird als Joint Venture der Walsh Group und der de Moya Group unter der Leitung der zuständigen Behörden Florida Department of Transportation (FDOT) und Miami-Dade Expressway Authority (MDX) realisiert. In Zentrum des Projekts steht die Technologie von Bluebeam Revu, die sich für die Mitarbeiter:innen als unverzichtbar bei der Verwaltung der Dokumente erwiesen hat.

„Es ist unglaublich“, sagt Ronnie Alvarez, Document Control Manager der de Moya Group, über Revu. „Für mich ist es eines der besten Tools, die ich je gesehen habe.“

Ein pulsierender Technologiestandort?

Im letzten Jahr erlebte Miami, das bereits vor der Coronapandemie die größte Stadt Floridas war, ein rasantes Bevölkerungswachstum. Das US-amerikanische Census Bureau verzeichnet für Florida zwischen Juli 2019 und Juli 2020 die zweithöchste Anzahl neuer Einwohner:innen – nur in Texas war der Anstieg noch höher.

In einer Zeit, in der das ortsunabhängige Arbeiten einen pandemiebedingten Aufschwung erlebt und immer mehr Beschäftigte das Silicon Valley in Kalifornien verlassen, hat sich Miami mit seinem tropischen Klima, seiner vielfältigen Bevölkerung und den attraktiven Steuervorteilen zu einer Art Hotspot für Start-ups entwickelt. Nach Angaben von Crunchbase hat die Technologieszene der Region Miami 2020 fast 1 Milliarde $ (circa 850 Millionen €) an Risikokapital mobilisiert. Francis X. Suarez, der Bürgermeister von Miami, reagiert auf diesen Trend, indem er sich sehr für die Entwicklung der Stadt zum nächsten großen Technologiestandort ausspricht.

Gleichzeitig wird der Zustrom an neuen Einwohner:innen vermutlich für eine weitere Verschärfung des Verkehrsproblems in Miami sorgen, wo man aufgrund weitläufiger Highways und eines schlechten öffentlichen Nahverkehrs schon seit langer Zeit mit verstopften Straßen zu kämpfen hat. „Wenn der Berufsverkehr in Miami immer weiter zunimmt, können Bauwerke wie die Signature Bridge für eine enorme Entlastung sorgen“, so Alvarez, der seit seinem 17. Lebensjahr in der Gegend lebt.

Ein Bild der geplanten Signature Bridge
Die Doppelstockbrücke ist der erste Abschnitt des Projekts. Sie erstreckt sich von der Northwest 17th Avenue bis zum Verkehrsknotenpunkt Midtown Interchange in Miami.

Einer der problematischsten Bereiche befindet sich nahe des Stadtteils Overtown, wo die Interstate Highways I-95 und I-395 aufeinandertreffen und die Strecke nach Osten in Richtung der MacArthur Causeway Bridge führt, über die Autofahrer:innen über die Inseln Star Island, Plum Island und Hibiscus Island nach Miami Beach gelangen.

Das 818 Millionen $ (690 Millionen €) teure Projekt, dessen Fertigstellung für 2024 geplant ist, soll das Straßennetz in dieser Gegend entlasten und den Verkehrsfluss verbessern. Es ist in drei Abschnitte unterteilt.

Der erste Abschnitt umfasst verschiedene Baumaßnahmen im Bereich der State Road 836 zwischen der Northwest 17th Avenue und dem Midtown Interchange. Dazu zählt der Bau eines doppelstöckigen Highways, der östlich der Mautstelle an der Northwest 17th Avenue beginnen, über die State Road 836 gehen und an der I-395 östlich der I-95 enden soll.

Der zweite Abschnitt umfasst Baumaßnahmen zwischen der Northwest 8th Street und der Northwest 29th Street. Dabei soll die Betondecke der in Richtung Norden und Süden führenden Fahrspuren komplett erneuert und eine Zusatzspur zum I-95 in Richtung Norden zwischen der Northwest 17th Street und Northwest 29th Street hinzugefügt werden.

Für den letzten Abschnitt sind Baumaßnahmen entlang des I-395 in Richtung des etwa 1,4 Meilen (2,3 Kilometer) langen MacArthur Causeway vorgesehen. Dabei wird die bestehende Infrastruktur komplett umgebaut und die Signature Bridge als 1.025 Fuß (etwa 312 Meter) hohe Brücke über die Northeast 2nd Avenue und die State Road 5 bzw. den Biscayne Boulevard gebaut.

Sechs geschwungene Bögen sollen die Signature Bridge schmücken und sie nachts zum Leuchten bringen. Mit dem Bau der Brücke und der angrenzenden Strukturen wird auch die Neugestaltung des darunter liegenden Bereichs möglich, wo ein öffentlicher Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung entstehen soll.

Der enorme Umfang des Projekts ist ein Segen für den Arbeitsmarkt der lokalen Baubranche.

„Wir beschäftigen etwas mehr als 400 Arbeitskräfte auf der Baustelle“, sagt Josh McDermott, Project Segment Manager bei The Walsh Group.

Digital Arbeiten mit Bluebeam

Revu als Rettungsanker

Die Durchführung eines solch komplexen Bauvorhabens setzt eine fehlerfreie Organisation und nahtlose Koordination von Planungsdokumenten voraus.Als Alvarez, der mit der Implementierung eines Systems für die gesamte Dokumentation beauftragt wurde, 2019 offiziell zum Projektteam stieß, entschied er sich deshalb für Bluebeam Revu. „Der Plan bestand darin, Bluebeam von Anfang an als zentrales Tool für die Verwaltung von und Zusammenarbeit an Dokumenten zu verwenden“, so Alvarez.

„Wenn ich von Dokumentation spreche, beziehe ich mich damit auf alle Arten von Bauplänen, Berechnungen, Angebotsabgaben, Korrespondenzen und so weiter“, erklärt Alvarez. „Mein Hauptziel als Document Control Manager des Joint Ventures war die Beurteilung und Verbesserung der bestehenden Prozesse.“

Im Rahmen dieser Arbeit trifft sich Alvarez regelmäßig mit verschiedenen Projektbeteiligten und stellt sicher, dass auf der Baustelle jede:r über die „neuesten und besten“ Baupläne verfügt. Er ist auch dafür verantwortlich, die Unterlagen verschiedenen Ingenieur:innen sowie dem FDOT und der MDX zur Prüfung und Genehmigung vorzulegen. „In meinem Arbeitsalltag gibt es immer etwas zu tun, wie Sie sich sicher vorstellen können“, so Alvarez.

Ein Bild der geplanten Signature Bridge
Mit dem Bau der Signature Bridge und der angrenzenden Strukturen wird die Neugestaltung des darunter liegenden Bereichs möglich, wo ein öffentlicher Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung entstehen soll.

Studio in Revu ist für Alvarez bisher besonders essenziell gewesen. In Studio-Projekten, der Dokumentenverwaltungsfunktion in Revu, sind alle Dokumente zur Signature Bridge organisiert. Alvarez integrierte den Dokumentenspeicher des Projekts außerdem in Microsoft SharePoint. „Bluebeam Studio ermöglicht das Hochladen und Verknüpfen aller projektbezogenen Dokumente in einem Portal, sodass Mitglieder des Projektteams die gewünschten Informationen ganz leicht finden können“, erklärt er.

In Studio-Projekten sind die Projektdokumente in einer Ordnerhierarchie organisiert und diese sind wiederum mit einem dynamischen Projekt-Dashboard verknüpft.

Ein Projekt-Dashboard, das The Walsh Group als Vorreiter bei anderen Projekten einsetzte, ist im Wesentlichen eine benutzerfreundliche Navigationsseite, die Links zu Projektdokumenten und anderen hilfreichen Informationen enthält, sodass ein einfacher Zugriff darauf von der Baustelle aus möglich ist. Jede:r kann ein Projekt-Dashboard aufrufen und mit nur wenigen Klicks vor Ort auf die jeweiligen Dokumente zugreifen. Das sorgt für weniger Durcheinander und Verwirrung, als häufig mit dem Durchsehen großer Mengen von Papierdokumenten verbunden ist.

Das Dashboard für die Signature Bridge beinhaltet alles – von technischen Daten und Informationsanfragen über Arbeitspläne für jeden Tag, Kalender und Angebotsabgaben bis hin zu Fortschrittsvisualisierungen und finalen Plänen.

W. David Scott, Projektmanager von The WalshGroup bei diesem Projekt, bezeichnete die Dashboards von Bluebeam als unverzichtbares Tool für die Arbeit auf der Baustelle und im Büro. „Es ist wirklich einfach, darauf zuzugreifen und alles zu finden, was man braucht“, so Scott.

Ein Bild der geplanten Signature Bridge
Der Anfang des doppelstöckigen Highways nach Osten in Richtung des Stadtzentrums von Miami

Alvarez nutzt auch Studio-Sitzungen in Revu, die die Prüfung von und Zusammenarbeit an Dokumenten in Echtzeit ermöglichen. Wenn ein Dokument genehmigt werden muss, erstellt Alvarez einfach eine Studio-Sitzung und lädt die zuständige Person zur Teilnahme ein. Dann kann er das oder die Dokument(e) hochladen und in der Sitzung angeben, was geprüft und abgezeichnet werden soll.

„Das Projekt ist vollständig elektronisch, daher sind die Informationen nahezu sofort abrufbar“, sagt Alvarez. „Wenn ich beispielsweise einen Satz Baupläne erhalte, die freigegeben wurden, öffne ich mein Studio-Projekt und suche oder erstelle ein neues Set für den jeweiligen Bereich. Sobald das erledigt ist, wird als nächster Schritt eine Benachrichtigung an das Team gesendet, um es darüber zu informieren, dass neue Baupläne mit Freigabe veröffentlicht wurden.“

Vereinfachen von Komplexität mithilfe von Markups

Neben der Dokumentenverwaltung und -organisation sind auch andere Funktionen von Revu beim Projekt rund um die Signature Bridge zu unverzichtbaren Werkzeugen geworden.

Eine zentrale Rolle spielt beispielsweise der Mengenlink. Die Funktion ermöglicht es, Messungen in bestimmten Bereichen eines Dokuments vorzunehmen und die ermittelten Mengen dann in einer Excel-Tabelle nachzuverfolgen. „Eine meiner persönlichen Lieblingsfunktionen von Bluebeam ist die Art und Weise, wie man alle Mengen für die Materialkostenberechnung nachverfolgen kann“, meint McDermott, Project Segment Manager. „Und man kann diese in Excel importieren und exportieren.“

Ein Bild der geplanten Signature Bridge
Eine Darstellung der zukünftigen doppelstöckigen Highway-Überführung, die auf die über 1.025 Fuß (etwa 312 Meter) hohe Signature Bridge zuläuft.

Tatsächlich ging McDermott beim Einsatz von Revu für dieses Projekt über die bauspezifischen Zwecke hinaus.

„Die Software bietet mir auch eine hervorragende Möglichkeit zur Verwaltung unserer Kostenberichte und Umsätze“, fügt McDermott hinzu. „Ich kann Notizen machen und mit einzelnen Personen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Verwaltung funktioniert und meine Anweisungen umgesetzt werden. Revu ist deshalb meiner Meinung nach auch ein gutes Verwaltungstool.“

Die Markupfunktion in Revu hat auch dazu beigetragen, die Effizienz und Kommunikation auf der Baustelle zu optimieren. „Beim Hinzufügen von Markups können wir in einem 900-seitigen Dokument ganz einfach zu den Kommentaren navigieren, indem wir die Leiste verschieben und schnell auf die Kommentare zugreifen können, anstatt Seite für Seite zu durchsuchen“, sagt Scott, der Projektmanager.

Das Projektteam der Signature Bridge hat bisher noch keine konkreten Berechnungen zu den potenziellen Kosten- und Zeiteinsparungen durch Revu angestellt. Alvarez zufolge liegt der Mehrwert der Technologie aber auf der Hand. „Der Prozess ist dadurch wesentlich einfacher und reibungsloser geworden und Teammitglieder erhalten Informationen auf eine viel schnellere und effizientere Art und Weise“, sagt er.

Auch Scott ist vom Mehrwert von Revu überzeugt. „Die Software verschafft uns ohne Zweifel Zeiteinsparungen“, meint er. „Revu sorgt für reibungslose Abläufe und eine schnelle Aktualisierung der Pläne, sodass ich keine Revisionen nachverfolgen muss, auch nicht bei Dokumenten. Das optimiert den Prozess.“

Mit dem Übergang zu den kritischsten Phasen des Projekts dürften die Kosten- und Zeiteinsparungen sowie die Fehlerreduzierungen bei der Dokumentenkontrolle, die Revu ermöglicht, einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Projekts leisten. Möglicherweise können die Einwohner:innen Miamis dann schon früher als gedacht von ihrem neuen Bauwerk und dem damit einhergehenden infrastrukturellen und visuellen Gewinn für ihre Stadt profitieren.

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