Change Management für die Einführung von Technologien

Die Rolle von Führungskräften im Bauwesen: So reagieren Sie auf Veränderungen bei der Einführung neuer Technologien

Wenn sich Prozesse ändern, sind Führungskräfte und Manager aktiv gefordert, um Veränderungen umzusetzen, besonders wenn neue Technologien zum Einsatz kommen.
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Illustration von Rae Scarfó

Manager führen ihre Mitarbeiter, vergessen aber manchmal, dass sie auch in Zeiten von Veränderung einer Führungsrolle gerecht werden müssen. Wir als Manager führen die Menschen in die Veränderung und erwarten, dass unsere Mitarbeiter neue Abläufe und Strukturen annehmen. Aber das funktioniert nicht immer so gut, wie wir es gerne hätten – denn, wie wir in unserem letzten Artikel erörtert haben, ist der Wandel eine sehr persönliche Sache.

Warum sind Bauleiter also bei der Einführung einer neuen Technologie wichtig? Und was müssen sie tun, um ihr Team bei der Veränderung bestmöglich zu unterstützen?

Die Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle. Sie helfen dabei, ihr Team für die Initiative zu begeistern und sich so deren Unterstützung zu sichern. Außerdem sorgen sie dafür, die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. Bei ihnen findet die Veränderung statt, daher sind sie der erste Ansprechpartner eines Unternehmens, der mit Widerständen in Berührung kommt und diese adressieren kann. Generell gilt: Wenn eine Führungskraft eine Veränderung unterstützt und die Mitarbeiter ihr vertrauen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese Veränderung auch angenommen wird.

Wie können Führungskräfte ihrer Rolle in Zeiten des Wandels effektiv gerecht werden? Im Folgenden finden Sie einige Punkte, auf die Sie sich konzentrieren können:

Kommunikation: Führungskräfte eigenen sich am besten zur Kommunikation. Wenn Ihr Unternehmen eine neue Veränderung bekanntgibt, sollten Sie sich sowohl mit Ihrem ganzen Team als auch mit einzelnen Mitarbeitern in Verbindung setzen. Erzählen Sie Ihrem Team, dass sie sich auf die Veränderung freuen und welche Vorteile sich dadurch für sie ergeben – und was ihnen ansonsten vielleicht entgeht. Erläutern Sie die Beweggründe des Unternehmens, die diesen Wandel verursachen und warum Ihr Team sich beteiligen sollte; welche Auswirkungen die Veränderung hat sowie andere wichtige Details dazu.

Fürsprache: Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Die Mitarbeiter merken schnell, wenn ihr Vorgesetzter eine Veränderung nicht mitträgt. Wenn Sie die Umstellung nicht mittragen, warum sollten die Mitarbeiter es dann tun? Gehen Sie proaktiv vor, wenn es darum geht, Einzelheiten über die Veränderung zu erfahren. Wenn die Mitarbeiter dann Fragen haben, können Sie sie mit Zuversicht beantworten. 

Das stärkt das Vertrauen in Sie als Führungskraft und hilft, etwaige Bedenken der Mitarbeiter zu zerstreuen. Wenn Sie die Antwort nicht wissen, sollten Sie positiv bleiben und Ihr Team wissen lassen, dass Sie die Angelegenheit klären und auf sie zurückkommen werden.

Apropos positiv bleiben: Achten Sie darauf, dass Sie die Veränderung positiv darstellen – auch dann, wenn Sie selbst noch Vorbehalte haben. Führungskräfte müssen ihre ganz eigene Übergangsphase durchlaufen. Wenn Sie selbst noch nicht ganz überzeugt sind und dies Ihren Mitarbeitern mitteilen, wird Ihr Team wahrscheinlich auch nicht mitziehen. Besprechen Sie Ihre Fragen oder Vorbehalte mit Ihrem Vorgesetzten oder Ihren Kollegen, bleiben Sie dabei aber gegenüber Ihrem Team positiv.

Digitale Zusammenarbeit

Unterstützung: Jede in Ihrem Unternehmen eingeführte Veränderung führt unweigerlich (und vorübergehend) zu einem Rückgang der Produktivität. Als Führungskraft ist es Ihre Aufgabe, den Mitarbeitern zu helfen, sich auf die Veränderung einzulassen. Denken Sie an ADKAR zurück: Wo könnten Ihre Mitarbeiter feststecken? Fühlen sie sich wohl dabei, nicht voranzukommen? Oder brauchen sie vielleicht eine andere oder bessere Schulung, weil sie vor einer Wissenslücke stehen? Jede Person verändert sich auf ihre eigene Weise und in ihrem eigenen Tempo. Die Aufgabe der Führungskraft ist es, sie entsprechend dabei zu unterstützen.

Verbindung: Sie befinden sich an vorderster Front und können einen genauen Eindruck von Ihren Mitarbeitern und deren Gefühlen gegenüber einer neuen Veränderung gewinnen. Gibt es Bereiche, die das Projektteam übersehen hat? An dieser Stelle können Sie als Verbindungsperson eingreifen und einen Projektkontakt auf etwaige Defizite hinweisen – sei es im Bereich Kommunikation oder wenn es an Wissen fehlt. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass Ihre Mitarbeiter jemanden darüber informieren. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass diese hinter vorgehaltener Hand darüber reden, was wiederum teamintern zu mehr Unmut und Widerstand gegen die Veränderung führt.

Umgang mit Widerstand: Unmut und Widerstand gegen Veränderungen sind normal. Hält dies jedoch an, steht der Erfolg der Veränderung unter einem schlechten Stern. Wenn wir uns nicht klar gegen etwas positionieren, könnten wir es am Ende gutheißen – wenn auch ungewollt. Lassen wir zu, dass unsere Mitarbeiter ihrem Unmut gegen Veränderung ständig Luft machen, senden wir damit die Botschaft, dass sie sich auch zukünftig jeder Veränderung widersetzen können.

Es gibt drei Möglichkeiten für den Umgang mit Widerständen:

Präventives Management: Wenden Sie während der gesamten Projektplanung und -durchführung die Grundsätze des Change Managements an. Ein effektives Change Management im Projektteam wird dazu beitragen, den Widerstand gegen Veränderungen von Anfang an zu reduzieren.

Proaktives Management: Versuchen Sie, im Voraus zu erkennen, wo und von wem Widerstand zu erwarten ist. Wie können Sie dem zuvorkommen und dem Mitarbeiter bei der Umstellung helfen, bevor es zu einem Problem wird und den Erfolg des Projekts und der Person behindert? 

Reaktives Management: Reagieren Sie, wenn Sie Widerstände bemerken. Denken Sie daran: Widerstand ist eine normale Reaktion auf Veränderungen. Es geht nicht darum, jemanden dafür zu bestrafen, dass er sich nicht verändern will. Es geht vielmehr darum, zu verstehen, wo er feststeckt, und ihn bei der Umstellung zu unterstützen.

Die Menschen reagieren auf ihre eigene Art und Weise auf Veränderungen. Dabei ist es die Aufgabe einer Führungskraft, sie bei der Umstellung zu unterstützen. Je mehr Veränderungen eingeführt werden, desto mehr muss die Führungskraft eine entscheidende Rolle spielen, um den Mitarbeitern bei der Bewältigung all der neuen Aspekte zu unterstützen. 

Führungskräfte übernehmen viele Aufgaben in einem Unternehmen. Die wichtigste ist jedoch die Führung seiner Mitarbeiter. Unterschätzen Sie nicht, wie wichtig es ist, Menschen durch den Wandel zu führen. Indem Sie Ihre Mitarbeiter bei der erfolgreichen Einführung von Technologien, Prozessen oder anderen Dingen unterstützen, schaffen Sie als Manager und Führungskraft ein positives Umfeld und stärken das Vertrauen in Ihre Mitarbeiter.

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