Welche Rolle spielt die Mengenermittlung im Baugewerbe?

Bei Bauprojekten ist es von zentraler Bedeutung, die genauen Materialmengen zu kennen. In einer Materialliste werden Ziegelvolumina, Stahllängen, Glasflächen und alle anderen Baustoffe und Mengeneinheiten festgehalten, die voraussichtlich zur Errichtung eines Gebäudes erforderlich sind.
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Wer schon einmal für den Freundeskreis oder die Familie gekocht hat, weiß: So ein Essen will gut geplant sein, wenn es gelingen soll.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Lasagne zubereiten. Je nach Anzahl der zu verköstigenden Personen müssen Sie sich überlegen, wie viele Nudelplatten Sie benötigen, wie viel Gemüse und Fleisch, wie viel Béchamelsauce und Parmesan und so weiter.

Nur wenn Sie diese Dinge von Anfang an richtig planen, klappt es mit dem Essen.

Was ist eine Mengenermittlung?

Ein solcher Ansatz zur Bestimmung von Mengen wird auch bei Bauprojekten verfolgt.

Anhand von Bauplänen erstellen Kostenberater:innen, wobei es sich häufig um beauftragte Gutachter:innen handelt, eine Übersicht der Materialien, die zur Errichtung des Gebäudes erforderlich sind. 

Eine solche Aufstellung wird als Materialliste bezeichnet und dient der Mengenermittlung.

Bei der Mengenermittlung werden alle Materialien aufgelistet, die bei einem Projekt voraussichtlich zum Einsatz kommen. Auf dieser Grundlage ist es möglich, sich einen Eindruck von Anzahl, Länge, Volumen und Gewicht der Komponenten zu verschaffen sowie den Zeitaufwand für den Auftrag abzuschätzen.

Leistungsverzeichnisse (LV) im Baugewerbe

Anhand dieser Informationen kann das Leistungsverzeichnis oder auch Blankett erstellt werden; ein Dokument, das im Rahmen einer Auftragsausschreibung an die Bauunternehmen ausgegeben wird.

Diese Unternehmen erarbeiten dann für jede Position einen Kostenvoranschlag und erstellen damit das bepreiste Leitungsverzeichnis als das abzugebende Angebot. Hierbei handelt es sich faktisch um das Blankett, das um Einheitspreise, Kosten und Gesamtbeträge des bietenden Unternehmens ergänzt wurde.

In Großbritannien sind bewährte Praktiken für die Erstellung von Leistungsverzeichnissen in den „New Rules of Measurement 2: Detailed measurement for building works“ der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) aufgeführt.

Laut RICS betreffen diese Regeln „alle Aspekte der Erstellung von Leistungsverzeichnissen, einschließlich der Festlegung der Informationen, die vom Auftraggeber und anderen in beratender Funktion Beteiligten zur Vorbereitung eines Leistungsverzeichnisses benötigt werden, sowie der Quantifizierung nicht messbarer Arbeitsposten, vom Bauunternehmen geplanter Arbeiten und Risiken“.

Das Dokument bietet außerdem Hinweise zu Inhalt, Struktur und Format von Leistungsverzeichnissen sowie zu deren Vorteilen und Einsatzbereichen.

Leistungsverzeichnisse finden in größeren Projekten Anwendung, während Bauleiter:innen zur Beurteilung kleinerer Projekte auf Baupläne oder andere Formen von Leistungsbeschreibungen zurückgreifen. Solche Alternativen zu Leistungsverzeichnissen können von Architekt:innen vorbereitet werden und Bau- sowie Installationsarbeiten für Türen, Fenster etc. aufführen.

Manuell oder digital?

Materialberechnungen werden traditionell von Hand erstellt. Dabei werden Baupläne herangezogen und es wird abgeschätzt, wie viel Material, von Steinen über Stahlträger bis hin zu Rohrleitungen, zur Umsetzung des Bauvorhabens benötigt werden.

Für solche manuellen Mengenermittlungen wird häufig ein Entwurf vermessen, um die entsprechenden Dimensionen zu bestimmen.Aber selbst bei relativ unkomplizierten Aufträgen kann es bei der Messung zu Fehlern kommen.

Daher wird zunehmend auf digitale Technologien gesetzt, um den Prozess zu beschleunigen und eine höhere Genauigkeit zu erzielen. Die Pläne können in ein Softwarepaket für Mengenermittlungen hochgeladen werden, wie z. B. Bluebeam Revu für Mengenermittlungen, das Benutzer:innen die Messungen erleichtert.

Dabei wird der Markt für entsprechende Anwendungen immer unübersichtlicher: Teilweise müssen Gutachter:innen für die Mengenermittlung auf mehrere Apps oder teure Software zurückgreifen, die mit Datenformaten arbeitet, die sich nur schwer mit anderen austauschen lassen.

Datenverfolgung in Echtzeit

Mit Bluebeam Revu können Messungen unmittelbar in PDF-Baupläne eingefügt und Daten in Echtzeit verfolgt werden. Gleichzeitig lassen sich ermittelte Mengen direkt mit Excel verknüpfen und ermöglichen eine präzisere und umfassendere Angebotserstellung.

Da die Berechnungen im universellen PDF-Format durchgeführt werden, können andere Teams außerdem während des gesamten Projekts auf die Messdaten zugreifen.

Mit Bluebeam Revu geht Ihnen Ihr nächstes Bauprojekt so leicht von der Hand wie das Kuchenbacken … oder das Zubereiten von Lasagne.

Mengenermittlungen sind das bestgehütete Geheimnis in Bluebeam Revu