Bietet Computer-Aided Design unendlich viele Konstruktionsmöglichkeiten?

Während manche Ingenieur:innen immer noch physische Baupläne für ihre Projekte verwenden, setzen Architekt:innen und andere zunehmend auf CAD-Technologien und -Softwarepakete, um den Prozess zu beschleunigen, Geld zu sparen und die Qualität zu verbessern
Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Seit Jahrhunderten werden große und kleine Bauwerke mithilfe physischer Zeichnungen entworfen.

In der Vergangenheit haben Architekt:innen und Ingenieur:innen ihre Vorstellungen von einem Gebäude in maßstabsgetreuen Grund- und Aufrissen dargestellt, die dann von Bauunternehmen zur Umsetzung des Projekts verwendet wurden.

Solche Baupläne werden auch heute noch genutzt. Jedoch hat sich für viele Architekt:innen und Ingenieur:innen das Aufkommen von CAD-Technologien (Computer-Aided Design, auf Deutsch: rechnerunterstütztes Konstruieren) in den frühen 1960er Jahren als bedeutender Fortschritt erwiesen. Diese Technologien wurden von Unternehmen wie IBM und General Motors entwickelt und sparen unter anderem Zeit, Geld und Arbeit.

Was ist Computer-Aided Design?

Was ist das genau? Im Grunde ist damit das Konstruieren unter dem Einsatz von Computertechnologie gemeint. Architekt:innen nutzen Computer und einschlägige Softwarelösungen während des gesamten kreativen und gestalterischen Prozesses. Dies hat den Vorteil, dass bereits vor dem ersten Spatenstich das Endergebnis visualisiert werden kann.

Durch den Gebrauch von CAD können Architekt:innen ihre Bauwerke grafisch darstellen. Die Darstellungen können zwei- oder dreidimensional sein und entweder als unanimierte Pläne oder vollständige Animationen bereitgestellt werden. So haben Architekt:innen die Möglichkeit, eine virtuelle Tour durch ihre Projektvorschläge zu machen.

CAD kann auch zur Erstellung fotografischer Simulationen von Gebäuden verwendet werden, die häufig in Umweltverträglichkeitsberichten erforderlich sind. Außerdem werden solche Simulationen bei der Beratung eingesetzt. Hierzu können Gebäudeentwürfe in Fotos einer bestehenden Umgebung, beispielsweise einer Straßenszene, eingefügt werden, um das Aussehen der Umgebung nach Fertigstellung des geplanten Projekts zu veranschaulichen.

Neben Architekt:innen können auch Fachkräfte aus anderen Disziplinen wie Ingenieur:innen CAD-Systeme zur Visualisierung des Endergebnisses einsetzen. CAD kann auch in Herstellungsprozesse integriert werden, insbesondere beim CAM (Computer-Aided Manufacturing, auf Deutsch: rechnerunterstützte Fertigung).

Die Vorteile von Computer-Aided Design

Die Vorteile von Computer-Aided Design gehen über die reine Darstellung hinaus. Die Beschleunigung der Projektabwicklung, die Verbesserung der Genauigkeit von Bauplänen (und damit die Verringerung des Fehlerpotenzials) sowie die Einhaltung des Budgets gehören ebenfalls zu den Vorteilen von CAD.

Dokumente, die online verfügbar und für verschiedene Beteiligte zugänglich sind, können leichter geändert werden. Gleichzeitig können diese Änderungen aufgezeichnet werden, sodass ein breiteres Spektrum von Optionen in Betracht gezogen werden kann, wenn plötzlich ein Problem bei einem Projekt auftritt.

Es gibt eine große Auswahl an CAD-Lösungen. Revu CAD von Bluebeam enthält intelligente Plug-ins für die Erstellung von 2D- und 3D-PDFs sowie für die Nachverfolgung und Verwaltung von Änderungen. Es ermöglicht die Anwendung von Kommentaren auf Pläne sowie die Zusammenarbeit an PDFs in Echtzeit mit gemeinsamen Markierungen und bietet die Erstellung von 3D-PDFs mit einem Klick direkt aus AutoCAD, Revit, Navisworks Manage, Navisworks Simulate und SketchUp Pro.

Zeitersparnis bei Planprüfungen mit Revu

Das Bauunternehmen Arup wollte eine gemeinsame Datenumgebung bereitstellen, in der Eigentümer:innen, Architekt:innen, Ingenieur:innen und Bauunternehmer:innen problemlos Baustelleninformationen, einschließlich 3D-Modelle und Bilder, austauschen können.

Durch den Einsatz von Revu und Bluebeam Studio konnte das Unternehmen den Zeitaufwand für Planprüfungen um bis zu 60 % reduzieren.

Laut Ben Taylor, leitender Techniker bei Arup, gab es vor dem Einsatz von Revu einige Situationen, in denen das Unternehmen Kund:innen Informationen nicht effektiv zur Verfügung stellen konnte – die native Auflösung und die Ausgaben waren bei herkömmlichen PDF-Produkten begrenzt.

„Wir erhalten viele PDF-Dateien und Baupläne von Architekten. Die Möglichkeit, Flächen, Abstände und Verbindungen schnell zu messen, ist für unsere Arbeit daher sehr wichtig. Diese Informationen wirklich schnell zu erfassen, sie mit Anmerkungen zu versehen und zu vermessen, ist für uns sehr hilfreich.“

„Revu hat uns bei der Lösung dieser Probleme unterstützt, indem es uns Interoperabilität bietet und mit den notwendigen Funktionen versorgt, um Baupläne im Handumdrehen zu bearbeiten und an die Anforderungen des Kunden anzupassen“, so Taylor.

Wir erleben bereits eine Weiterentwicklung von CAD und anderen Technologien, die immersiver werden und es den Architekt:innen und ihren Kund:innen ermöglichen, ein Projekt noch vor dem Bau durch den Einsatz von Virtual oder Augmented Reality zu erleben. 

Die Gestaltung von Gebäuden mithilfe von Computern wird immer intelligenter werden.

Sehen Sie selbst, wie Arup den Zeitaufwand für Planprüfungen um 60 % reduzieren konnte.